Donnerstag, Januar 28, 2016

BILDblog, Baby! :-)

Mein Beitrag Ist Angela Merkel schlimmer als Adolf Hitler? hat es in die Rubrik "6 vor 9" des BILDblogs geschafft. :-)

Mittwoch, Oktober 21, 2015

Das journalistische Interesse wächst

Vor dem ersten ganzheitlichen Genderkongress im November, zu dem erstmals Frauen- UND Männerrechtler eingeladen sind, wächst das journalistische Interesse. Die Frankfurter Allgemeine berichtet über unsere Bewegung und zitiert mich als ihren "Vordenker"; Die Kolumnisten haben mich zu linker Männerpolitik interviewt; der Hessische Rundfunk zur Notwendigkeit einer Männerpolitik insgesamt.

Freitag, April 24, 2015

Als Sachverständiger im Landtag Nordrhein-Westfalen

Diese Woche wurde ich als Experte für Männeranliegen im nordrhein-westfälischen Landtag angehört. Die Hetze der radikalfeministischen Fraktion gegen mich, die bis hin zu einem rufschädigenden Umschreiben des Wikipedia-Artikels über mich ging, zeigt immer weniger Erfolg.

Montag, Juli 21, 2014

Resonanz auf meine aktuellen Bücher "Plädoyer für eine linke Männerpolitik" und "Not am Mann"

Weit davon entfernt, ideologisiert zu sein, bietet Hoffmann eine Perspektive für die Neugestaltung der Geschlechterpolitik. Seine Position kann als eine zutiefst humanistische bezeichnet werden. Er orientiert sich an dem Ideal der universellen Menschenrechte. (...) Obgleich er sich für Männerrechte und für Männerpolitik einsetzt, deutet er an, dass er das Denken in binären Kollektividentitäten (die Männer versus die Frauen) letztlich überwinden möchte. In anderen Worten: Solange Frauen bevorteilt und Männer benachteiligt werden, sollte man sich für Männer einsetzen. Sobald in der Politik ein Gleichgewicht geschaffen wird, d.h. die Belange von Frauen und Männern gleichermaßen berücksichtigt werden, könnten wir ruhig darauf verzichten, von den Frauen und den Männern zu sprechen, und wieder anfangen, Menschen als Individuen zu betrachten.


Cuncti zu "Not am Mann"

Als Befürworter eines dezidiert menschenrechtlichen und individualistischen Ansatzes, geht es Hoffmann (...) nicht um die Ablösung des Feminismus durch eine allein auf Männer gerichtete Politik, sondern um einen integrativen, progressiven und emanzipatorischen Ansatz, der Menschen jedweder Coleur dazu befähigen soll, in Freiheit ein Leben als Mann, Frau, Transgender oder Intersexueller zu führen, befreit von sexistischen Klischees und gesellschaftlichen Rollenzuschreibungen. (...) Gerade die Linke, mit ihren Werten der Gleichheit und der Gerechtigkeit, so Hoffmanns Plädoyer, sollte sich endlich für eine Politik einsetzen, die sich von der einseitigen Fokussierung auf Frauen löst, und bei der Freiheit und Würde eines Menschen nicht mehr vom Geschlecht abhängig gemacht wird.


Das schwulenpolitische Blog Gay West zu "Plädoyer für eine linke Männerpolitik"

Randvoll mit Fakten und Belegen über männerpolitische Themen oder besser gesagt über Themen, um die sich Männer- und damit auch Geschlechterpolitik kümmern müsste, es aber bislang nicht tut. (...) Gerade die speziellen Kapitel über homosexuelle Männer, Jungen und Männer mit Migrationshintergrund und spezielle Kapitel zum Diskurs über die linke Politszene und deren Verhältnis zur aktuellen, einseitigen Geschlechterpolitik sind dabei bislang relativ selten betrachtete Themenbereiche. Das Buch ist nicht nur für alle geeignet, die sich für eine linke Männerpolitik auseinandersetzen wollen, sondern auch für jene, die einen Überblick über ein absolutes Tabuthema der Geschlechterpolitik aller Parteien, nämlich Nachteile und Benachteiligungen von Jungen und Männern, verschaffen wollen. Es ist damit eine wichtige Ergänzung der ausschließlich frauenpolitisch ausgerichteten Geschlechterpolitik und trägt damit zu einem objektiveren Überblick über die geschlechterspezifische Situation beider Geschlechter bei. Damit kann das Buch sowohl für Einsteiger als auch Kenner der Szene, egal ob in verantwortlichen gleichstellungspolitischen, ehrenamtlichen oder führenden Positionen oder auch nur zu privatem Vergnügen, empfohlen werden.


MANNdat e.V. zu "Plädoyer für eine linke Männerpolitik"

Sind Männer Flaschen, Versager oder Trottel? Gewalttätig, unsensibel und beziehungsunfähig? Und ob, will uns die tägliche Anti-Männer-Propaganda einreden: Ohne Männer wäre das Leben auf der Erde zweifellos besser. Solche und ähnliche gefährliche Lügen hat nun der Autor Arne Hoffmann in seinem neuen Buch Not am Mann aufgedeckt. Das Erstaunlichste daran ist wohl, dass es eine Pflichtlektüre für Männer UND Frauen ist. (...) Für die Beschreibung und Entlarvung dieser strukturellen Gewalt gegen Männer (und damit auch Frauen) kann man Hoffmann gar nicht genug danken. Traurig nur, dass ein Buch im 21. Jahrhundert mit der Mahnung schließen muss: "Menschenrechte kennen kein Geschlecht".


Gerhard Wisnewski zu "Not am Mann"

Die Frauenperspektive auf das Thema "Familie und Gedöns" lebt trotz Gender-Mainstreaming weltweit weiter. Es gibt kaum Studien über die Befindlichkeiten und Lebensumstände von Vätern. Es interessiert wohl nicht. Wenn wir weltweit für Hilfsorganisationen Spendengelder sammeln, dann in der Regel für die Not von Frauen und Kindern. Akribisch hat dies der Autor Arne Hoffmann in seinem aktuellen Buch "Not am Mann" mit zahlreichen Fakten untermauert. An der Feminismusfront zählt man ihn dafür zu den sogenannten bösen "Maskulinisten", den Männerrechtlern. "Väterrechtler" gehören in die gleiche "antifeministische" Kategorie. Diese Spezies erlaubt sich, darauf hinzuweisen, dass Männer wohl nicht die gleichen Probleme haben wie Frauen, dafür aber andere. Das reicht schon aus, um in zweifelhaftes Licht zu geraten.


Birgit Kelle zu "Not am Mann"

Tatsächlich handelt es sich bei Arne Hoffmann um einen engagierten Vertreter der Männer wie Frauen geburtsrechtlich wie gesetzlich zustehenden Gleichberechtigung. Nur eben einer Gleichberechtigung, die nicht einseitig ausgerichtet ist, sondern "integral" wirken soll, Frauen wie Männer gleichmaßen einbinden und in ihren Rechten unterstützen muss. Mit überzeugender Recherchearbeit, Sachlichkeit und fundierter Sachkenntnis deckt [Hoffmann] die individuell und gesellschaftlich wirksamen Gefahren der in Deutschland und weltweit politisch korrekten einseitigen Mädchen- und Frauenförderung auf. Er führt die vielschichtigen Facetten der Jungen- und Männerdiskriminierung und deren Folgen vor. (...) Kein Zweifel, in diesem Werk geht es nicht darum, die Schaukel nun in die andere Richtung zu bewegen und einen Abbau von Mädchen- und Frauenförderung zu fordern. Es geht vielmehr darum, endlich beide Geschlechter gleichermaßen zu wertschätzen und in ihrem Menschenrecht auf Gleichheit und Gleichberechtigung zu fördern. "Not am Mann, Sexismus gegen Männer" ist ein wertvoller Beitrag auf dem Weg zu einem persönlichen wie gesellschaftlichen Umdenken zugunsten echter Gleichberechtigung und zugleich ein sprachlich ausgereiftes Werk mit hohem Lesevergnügensfaktor.


Dr. Karin Jäckel zu "Not am Mann"

Egal in welchem Bereich Mann selbst von Sexismus gegen das Männliche betroffen ist, man wird höchstwahrscheinlich in diesem Buch nicht nur eine gute Aufarbeitung des Themas, sondern dank unzähliger Erfahrungen, Anekdoten, Querverweise und Fussnoten auch weiterführende Informationen zu unzähligen Themen finden, wie sie eben fast nur ein jahrelanger Internet-Blogger (und Selbstbetroffener) wie Arne Hoffmann zusammentragen kann und konnte. Das Buch ist (nicht nur) in diesem Sinne in höchstem Masse modern und am Puls der Zeit, wenn es nicht, wie ich meine, selbst Zeitgeschichte schreibt. Ich bin überzeugt, dies wird einer der ganz grossen Klassiker beim Thema Sexismus gegen das männliche Geschlecht, für alle politischen und unpolitischen Strömungen und Lager.


Amazon-Leserrezension von "Plädoyer für eine linke Männerpolitik"

Außerdem habe ich aktuell eine Reihe von Interviews gegeben, von denen man einige online nachlesen und nachhören kann:

Interview mit der Radio-Sendung "Herzblut"

Interview mit MANNdat e.V.

Interview mit der BILD

Interview mit dem Väteraufbruch für Kinder

Interview mit der Zeitschrift "Stadtgeflüster"

Interview mit Webcritics.de

Einige ältere Interviews mit mir findet man auch rechts auf der Blogroll dieses Blogs unter der Überschrift "Wofür ich stehe".

Montag, Februar 24, 2014

"Not am Mann" und "Plädoyer für eine linke Männerpolitik" erschienen

Dieser Tage erscheinen von mir zwei neue männerpolitische Bücher: Plädoyer für eine linke Männerpolitik im Eigenverlag sowie Not am Mann beim Gütersloher Verlagshaus. Die beiden Bücher bringen auf den aktuellsten Stand, von welchen Problemen Männer besonders betroffen sind und in welcher Weise die Männerrechtsbewegung diese Probleme angeht. Sie sind auf der Grundlage desselben Originalmanuskripts entstanden, "Plädoyer für eine linke Männerpolitik" stellt sozusagen die ungeschnittene Originalfassung mit 416 statt 255 Seiten dar. Darin sind mehrere Kapitel enthalten, die in dem dünneren Buch fehlen ("Warum eine linke Männerpolitik notwendig ist", "Auch Zuwanderer verdienen gute Männerpolitik", "Warum auch Schwulenrechte Männerrechte sind" sowie "Was haben linke Männer (und Frauen) gegen den Feminismus?"). Darüber hinaus enthält "Plädoyer für eine linke Männerpolitik" einen Anhang, der MANNdat, AGENS und die zentralen Blogs und Websites der deutschen Männerrechtsbewegung vorstellt. Beide Bücher sind zum selben Preis erhältlich.

Das Gütersloher Verlagshaus stellt "Not am Mann" mit folgendem Klappentext vor:

Gegen die Tabuisierung eines unbequemen Themas

Es beginnt schon in der Schule: Immer mehr Jungen erfahren dort z.T. extreme Benachteiligungen – für dieselbe Leistung erhalten sie schlechtere Noten. Männer sind häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen, haben beim Sorgerecht oft das Nachsehen und auch ihr Verdienst dürfte schon bald niedriger sein als der der Frauen. Häuslicher und sexueller Gewalt sind sie ebenso ausgesetzt wie massiven Menschenrechtsverletzungen – Tatsachen, die bisher nur Fachleuten bekannt waren. All dem gibt Arne Hoffmann in seinem neuen Buch Raum und plädiert leidenschaftlich für eine echte Gleichberechtigung.

Die Leiden der Männer – überraschende Einsichten in jahrelang geleugnete Tatsachen

Ein Aufruf zu einer zukunftsorientierten Männerpolitik und für eine echte Gleichberechtigung - auch für den Mann


Der Klappentext zu "Plädoyer für eine linke Männerpolitik" lautet:

Aus dem Vorwort:

"Für jemanden wie mich, für den Antidiskriminierungspolitik und Menschenrechte wichtige Themenfelder sind, kommen beide, sobald es um Männer geht, deutlich zu kurz. Das ist vor allem in meinem eigenen politischen Lager, den Linksliberalen, verblüffend, denn Antidiskriminierung und Menschenrechte sind sonst sehr wohl unsere Themen. Meine zentrale These, die ich auch in dem vorliegenden Buch vertrete, lautet: Ein Mensch, der diskriminiert wird, zum Opfer wird oder aus anderen Gründen leidet, verdient Zuwendung und Unterstützung unabhängig von seinem Geschlecht. Wünschenswert und notwendig wäre es, Benachteiligungen, soziale Problemlagen und Menschenrechtsverletzungen in Bezug auf beide Geschlechter zu erforschen, herauszufinden, was die möglicherweise vielfältigen Ursachen dafür sind und realistische Lösungsstrategien zu entwickeln, die dann in einer gerechten Politik zur Anwendung kommen. Sinnvoll wäre ein integraler Antisexismus, also die Bekämpfung von Sexismus gegen beide Geschlechter statt gegen Frauenfeindlichkeit allein."

Arne Hoffmann ist einer der Vordenker der noch jungen Männerrechtsbewegung in Deutschland. Sein Blog Genderama versteht sich als Sprachrohr des linken Flügels dieser Bewegung und eröffnete die Debatte, wie eine linke Männerrechtspolitik aussehen kann. In diesem Buch werden die Themenfelder dieser Politik umfassender dargestellt: von Antisexismus und Emanzipation über Schwule und Migranten bis hin zu Menschenrechten und einer Kritik insbesondere an den rechten Aspekten der feministischen Ideologie.

Sonntag, November 11, 2012

Politische Manipulation in der Wikipedia (Teil 1: Konkretes)

Seit Mitte 2012 werden Wikipedia-Einträge über politische Streitthemen von einer Gruppe anonymer Akteure so manipuliert, dass sie weiterhin wie gut belegte wissenschaftliche Einträge wirken, in Wahrheit aber nur die Perspektive dieser radikalen Gruppe wiedergeben. Wie man der Blogroll dieses Blogs entnehmen kann, berichten darüber auch andere Blogs und Medien bis hin zum Magazin FOCUS. Eine Korrektur dieser Einträge innerhalb der Wikipedia ist unter anderem deshalb nicht möglich, da einige der Täter in der Online-Enzyklopädie zu Administratoren aufgestiegen sind und Menschen, die die verzerrenden Darstellungen korrigieren möchten, sehr schnell auf unbestimmte Zeit sperren. Da die Wikipedia-Community nichts gegen diese Entwicklung unternimmt, hat inzwischen eine ganze Reihe von Wissenschaftlern zu einem Spendenboykott der Wikipedia aufrufen.

Auch der Wikipedia-Eintrag zu meiner Person ist von diesen Manipulationen betroffen: Weil ich zu politischen Streitthemen in einer Weise berichte, die den anonymen Akteuren nicht genehm ist, werde ich in der Wikipedia so dargestellt, als ich ob ein wissenschaftlicher Scharlatan vom rechten Rand des politischen Spektrums wäre. Tatsächlich dokumentiert nicht zuletzt dieses Blog mit hunderten von Einträgen mein seit vielen Jahren anhaltendes Engagement gegen Rechtsextremismus. Auch mein noch aktives Blog Genderama macht meine Verortung im linksliberalen Spektrum deutlich.

Derartige Attacken finden nicht nur gegen mich statt, sondern seit mehreren Jahren gegen viele, die für eine andere Geschlechterpolitik eintreten, als sie der radikale Feminismus vorsieht: von einem Soziologieprofessor wie Gerhard Amendt bis zu männerpolitischen Vereinen wie MANNdat. Offenbar soll die Wikipedia als Plattform für Rufmord verwendet werden, um Kritiker des radikalen Feminismus zu verunglimpfen und andere davon abzuhalten, solche Kritik überhaupt erst zu äußern – wenn sie nicht riskieren wollen, dass ihre Wikipedia-Einträge ähnlich bearbeitet werden.

In diesem Blogbeitrag geht es mir darum zu erläutern, wie die Täter in meinem speziellen Fall vorgegangen sind, um dieses Zerrbild zu erzeugen. In dem Beitrag darunter folgen einige grundsätzlichere Anmerkungen zur Wikipedia-Problematik, die ja schon zuvor von vielen Beobachtern diagnostiziert wurde und inzwischen nur einen bizarren Höhepunkt erreicht hat.

Mit folgenden Tricks wurde der Wikipedia-Eintrag über mich (Stand vom 11. November 2012) so bearbeitet, dass das gewünschte Zerrbild erscheint:

1. Hinweise auf zentrale Texte von mir, die meine tatsächlich Verortung im linken Spektrum belegen (etwa Vergesst die Rechten und Eckpfeiler einer linken Männerpolitik) werden beständig aus dem Artikel herauszensiert. Bücher von mir, die in liberalen und konservativen Verlagen erschienen sind, werden in dem Artikel erwähnt, Bücher, die in linken Verlagen wie Westend erscheinen, nicht. Auch meine bei linken Zeitungen erscheinenden Artikel werden aus dem Wikipedia-Eintrag draußen gehalten. Ein für die Verleumder besonders ärgerlicher Zeitungsartikel, in dem die "Süddeutsche Zeitung" mein Blog als eines der besten zu Sarrazins Thesen empfahl, wurde ebenso getilgt, wie mein Engagement gegen Fremdenfeindlichkeit als Blogger, über das etwa hier berichtet wird:

Es gibt eine ganze Reihe hervorragender Blogs (...). All diese Seiten setzen sich sich auf ihre Weise klug und analytisch mit dem neuen Rassismus auseinander. Die Arbeit z. B. des Autors Arne Hoffmann, der zunächst als Einzelkämpfer begonnen hatte, setzt sich inzwischen aus einem kleinen Team aus Muslimen wie Nicht-Muslimen mit der Plattform www.watchblogislamophobie.wordpress.com zusammen. Sie sezieren die rassistische Ansätze in der Gesellschaft, beginnend mit den Sätzen "man darf doch mal sagen dürfen..." bis hin zu Aussagen mancher faschistischer Menschenverachter, die die Muslime zum Abschuss frei geben möchten.

(Den genannten Watchblog gibt es inzwischen aus Gründen, die zu komplex sind, um sie hier auszuführen, leider nicht mehr. Ich habe dieses Thema deshalb in diesem Blog hier allein weitergeführt, bin allerdings mit den beteiligten Antirassisten noch immer gut vernetzt.)

2. An deren Stelle landen in dem Artikel Unterstellungen von feministischen Ideologen, wobei insbesondere zwei als "Studien" herausgegebene Kampfschriften eine Rolle spielen. Die eine ist die Magisterarbeit eines Studenten im Fach Gender-Studies, Hinrich Rosenbrock, die beispielsweise von der anerkannten Soziologin Dr. Heike Diefenbach als Pseudowissenschaft enttarnt wurde. Die andere stammt von dem feministischen Publizisten Thomas Gesterkamp und erfüllt unter anderem durch den Verzicht jeglicher Belege etlicher Behauptungen (bis hin zu wörtlichen Zitaten) selbst die Grundbedingungen wissenschaftlichen Arbeitens nicht. So trifft es beispielsweise nicht zu, dass ich ein bestimmtes Internetforum regelmäßig mit Artikeln aus der "Jungen Freiheit" versorgen würde. Insofern befindet der anerkannte Männerforscher Professor Walter Hollstein, unter anderem Gutachter des Europarates, über Gesterkamp zutreffend:

Angepriesen wird das Dokument von der Friedrich-Ebert-Stiftung als "Expertise", das heißt zu Deutsch: wissenschaftliches Gutachten. Dessen Standards scheinen dem Autor aber gänzlich fremd zu sein. Weder belegt er, wie er im Einzelnen zu seinen Daten und Ergebnissen gekommen ist, noch legt er irgendwelche Auswahlprinzipien für seine Untersuchung vor. Methodische Überlegungen hält er für überflüssig, und inhaltlich setzt er sich nicht einmal ansatzweise mit den Argumenten und Positionen der attackierten Publizisten, Wissenschaftler oder Institutionen auseinander. Stattdessen verunglimpft, denunziert und halbwahrheitet er.

Hollstein beurteilt Gesterkamps Schrift zutreffend als "gefährliche Verniedlichung des wirklichen Rechtsextremismus". Diese Verniedlichung von Rechtsextremismus findet inzwischen auch in der Wikipedia statt, indem dort Texte wie die von Thomas Gesterkamp eine Plattform erhalten. (Auch der Bildungsforscher Michael Klein zerpflückte Gesterkamps Kampfschrift als Pseudowissenschaft.)

Diese Hinweise darauf, dass die angeblichen "Studien" in Wahrheit unwissenschaftlich sind, werden konsequent aus dem Wikipedia-Artikel über mich gelöscht.

3. Die zahlreichen positiven Rezensionen zu meinen Büchern werden fast komplett aus dem Artikel herauseditiert. Als erwähnenswert gilt eine positive Rezension nur dann, wenn sie in einem Medium vom rechten Rand des politischen Spektrums wie der "Blauen Narzisse" erfolgt. Eine positive Rezension desselben Buches im linken "Umweltjournal" wird augenblicklich aus der Wikipedia gelöscht.

4. Verrisse meiner Veröffentlichungen gibt es ausschließlich von den feministischen Idelogen, die ich in meiner Arbeit kritisiere. In der Wikipedia werden entsprechende Hinweise aber ebenfalls regelmäßig herauseditiert; statt von "Feministinnen" ist regelmäßig von "Journalisten" und "Soziologen" die Rede, als ob es sich um Analysen neutraler Beobachter handeln würde. Verunglimpfungen, die ich als Retourkutsche für meine Analysen aus dem Personenkreis erhalte, den ich kritisiere, landen in dem Wikipedia-Eintrag über mich als "wissenschaftliche Einordnung".

5. Offenbar um zu suggerieren, dass meine Veröffentlichungen von der wissenschaftlichen Fachwelt insgesamt abgelehnt würden, wird eine scheinbare Vielzahl von Namen genannt: Ilse Lenz, Rolf Pohl, Hinrich Rosenbrock, Thomas Gesterkamp und Andreas Kemper. Sieht man einmal davon ab, dass mehrere dieser Personen von den Grundsätzen wissenschaftlichen Arbeitens wenig Ahnung haben, verschweigt der Wikipedia-Artikel, dass es sich um eine kleine, eng miteinander vernetzte Gruppe handelt. So ist Ilse Lenz die Lehrerin von Hinrich Rosenbrock, in dessen Arbeit (ohne entsprechende Kennzeichnung) auch Passagen aus ihren Texten einflossen, Rosenbrock wiederum veröffentlicht im selben Autorenkollektiv wie Andreas Kemper und Thomas Gesterkamp und agitiert mit ihm und Rolf Pohl so massiv gegen Männerrechtler, dass Professor Günter Buchholz bereits den Tatbestand der Volksverhetzung erfüllt sieht. Andreas Kemper wiederum arbeitet unter dem Pseudonym "schwarze feder" in der Wikipedia mit und gehört zu jenem Trupp, die bestimmte Einträge wie zum Beispiel meinen so bearbeiten, dass ein möglichst schlechtes Bild entsteht. Besonders dreist ist, dass keiner der genannten Autoren auch nur einen Bruchteil derselben unentgeltlichen Arbeit in die Bekämpfung von Rassismus und Rechtsextremismus gesteckt hat wie ich selbst. Sie instrumentalisieren diese Problemfelder schlicht, um damit politisch Punkte zu machen.

6. Der Artikel ist in sich selbst widersprüchlich. Wird eingangs etwa noch darauf hingewiesen, dass ich bereits in meiner Magisterarbeit zur politischen Korrektheit in Deutschland linke Positionen vertreten habe, heißt es zum Schluss – mit Bezug auf Andreas Kemper – ich versuchte mich "von meinen Anfängen zu distanzieren" und versuchte erst jetzt, mich als links darzustellen, um offizieller Ansprechpartner zu werden. Tatsächlich stelle ich bereits in der Einleitung meines 2001 erschienenen Buches "Sind Frauen bessere Menschen?" klar, "dass es sich die Männerbewegung nicht leisten kann, in irgendeiner Hinsicht konservativ oder gar reaktionär zu sein. Tatsächlich wird immer mehr Männern das eigentliche Problem klar: dass die Frauenbewegung es mit der Emanzipation nicht ernst genug meint" (S. 12). Dieselbe These habe ich seitdem kontinuierlich in zahlreichen Veröffentlichungen zur Geschlechterdebatte vertreten. Zu der wissenschaftlichen Seriosität des "Soziologen" Andreas Kemper ist damit alles gesagt.

7. Es trifft zu, dass mich Axel Dammler in seinem Buch "Rosa Ritter und schwarze Prnzessinnen" in den Zusammenhang mit Rechtsextremismus bringt. Einziges Argument für seine Behauptung ist, dass ich der, so Dammler, "rechtsgerichteten Jugendzeitschrift" Junge Freiheit ein Interview gegeben habe. Nach dieser Logik wären auch Ex-Bundespräsident Roman Herzog, Charlotte Knobloch vom Zentralrat der Juden in Deutschland und zahlreiche andere unverdächtige Personen rechtsextrem, denn sie alle haben diesem Blatt, das Dammler für ein Teeniemagazin hält. Rede und Antwort gestanden. All diese Menschen werden ihre eigenen Gründe für diese Interviews gehabt haben. Wir Männerrechtler hingegen sind fast gezwungen, auch mit Medien des oppositionellen Lagers zusammenzuarbeiten, da linke Medien wie die "taz" eine Berichterstattung über unsere Positionen bis heute blockieren. Vor diesem Hintergrund den Eindruck zu erzeugen "Hoffmann muss rechts sein, wenn er der Jungen Freiheit statt der taz ein Interview gibt" ist Propaganda. Man sieht: Dammler steht mit dem Niveau seiner "Fachkenntnis" Andreas Kemper in nichts nach. Für eine Denunziation über die Wikipedia ist es gerade gut genug.

8. Der Wikipedia-Eintrag verwendet feministische, wissenschaftlich nicht tragfähige Ansichten immer wieder als Grundlage für Tatsachenbehauptungen. Beispielsweise habe ich in einem meiner Artikel auf mehrere amerikanische Studien hingewiesen, die auf eine hohe Rate von Falschbeschuldigungen bei sexueller Gewalt hindeuten. Die bereits erwähnte Feministin Ilse Lenz versuchte diese Studien in einem eigenen Beitrag zu widerlegen, scheiterte aber kläglich. Stattdessen wurden die hohen Fallzahlen an Falschbeschuldigungen in diesem Bereich nach der Veröffentlichung meines Artikels sogar immer wieder bestätigt. Beispielsweise spricht der Staatsanwalt Thomas Hansjakob von geschätzten fünfzig Prozent an fingierten Anzeigen, die ehemalige Oberstaatsanwältin Gabriele Wolff von dreißig bis achtzig Prozent.

Ähnlich unsinnig ist die Behauptung "Die Männerbewegung, die in Deutschland in den 1970er Jahren entstand, ist nach seiner Auffassung ein feministisches Projekt, das die Bezeichnung Männerbewegung nicht verdiene." Quelle ist erneut eine ideologische Broschüre des Wikipedianers Andreas Kemper, in der diese Behauptung aufgestellt, aber ähnlich wie in der "Expertise" Gesterkamps, der im selben Band vertreten ist, nicht belegt wird.

9. Im Vergleich zu diesen deftigen Manipulationen ist der letzte Punkt eine Petitesse: Bei dem angestrengten Bemühen der anonymen Verleumder, mich niederzuschreiben und aus den feministischen Verrissen meiner Veröffentlichungen die heftigsten Passagen auszusuchen und in den Wikipedia-Artikel einzuarbeiten, gibt es auch manchen fast schon komischen Patzer – etwa wenn eine Sabine Wierlemann meine 1996 als Buch veröffentlichte Magisterarbeit als "fragmentarisch" bezeichnet und "bemängelte, dass wichtige Bereiche der feministischen Sprachkritik ausgeklammert würden." Das Thema meiner Magisterarbeit war die Nomination von Menschen mit Migrationshintergrund, also die Mitte der neunziger Jahre intensiv diskutierte Frage, ob es z.B. herabsetzend sei, wenn man Flüchtlinge als "Asylanten" bezeichne. Insofern ist diese Arbeit nicht nur fragmentarisch, sondern sogar erschreckend fragmentarisch, weil darin auch andere wichtige Themen wie Antisemitismus, Klimawandel und Arbeitslosigkeit nicht vorkommen. Die fanatische Suche nach jeglichen Textstellen, die mich in ein schlechtes Licht rücken könnten, wird bei solchen Stellen besonders grotesk.

Die wenigen in dem Artikel noch verbliebenen Lichtpunkte wie z.B. eine positive Rezension eines meiner Bücher stammen von Leuten, denen sich ein mit den Ideologen verbündeter Wikipedia-Administrator nicht schnell genug in den Weg werfen konnte, um sie augenblicklich zu sperren. Ich gehe davon aus, dass auch diese noch störenden Passagen im Lauf der nächsten Monate noch gelöscht werden.

Nachdem die radikalliberale Zeitschrift "eigentümlich frei" über die politische Manipulation der Wikipedia berichtete, wurde auch sie prompt als eine Zeitschrift vom rechten Rand dargestellt. Auch "eigentümlich frei" erklärt inzwischen auf einer eigenen Website Schritt für Schritt, wie die Manipulateure beim propagandistischen Umschreiben des Artikels vorgegangen sind.

All diese Manipulationen machen vor allem eines deutlich: Die Verleumder wissen sehr genau, was sie tun. Es handelt sich nicht um Leute, die schlicht von dem Thema überfordert sind und selbst einem Irrtum erliegen. Sämtliche Manipulationen werden schrittweise so vorgenommen, dass zum Schluss genau das Bild entsteht, das die Täter gerne haben möchten. Und da diese Clique anonym bleibt, ist ihr Risiko bei diesem Rufmord gleich null.

Dabei sind diese Verzerrungen nicht zuletzt eine Botschaft nach draußen: Sobald du es wagst, gegenüber dem Feminismus Kritik zu äußern, werden wir versuchen, dich öffentlich fertig zu machen. Auch andere Kritiker dieser Ideologie, etwa Professor Gerhard Amendt und Monika Ebeling, eine Gleichstellungsbeauftragte, die sich auch für Jungen und Männer einzusetzen begann, haben entsprechende Erfahrungen gemacht.

Natürlich ist in der Wikipedia formell untersagt, dass pseudowissenschaftliche Texte als Belege für Tatsachenbehauptungen dienen.

Ebenso ist in der Wikipedia formell untersagt, dass parteiische Texte als Belege herangezogen werden. (Das Minimum wäre, darauf hinzuweisen, dass diese "Belege" aus parteiischen Quellen stammen.)

Witzigerweise steht sogar ganz oben auf der Diskussionsseite zu meinem Artikel klipp und klar auch folgende Regel der Wikipedia: "Eventuelle strittige Angaben, die nicht durch verlässliche Belege belegt sind, müssen unverzüglich entfernt werden, insbesondere wenn es sich möglicherweise um Beleidigung oder üble Nachrede handelt."

Formell sind all diese Regeln also klar und deutlich.

Es kümmert sich nur niemand darum, dass sie durchgesetzt werden.

Politische Manipulation in der Wikipedia (Teil 2: Grundsätzliches)

Dass die Wikipedia als politische Waffe und Instrument der Manipulation bei umstrittenen Themen benutzt wird, ist nicht neu. Dass sie als Plattform dient, um Menschen, deren Meinung die Autoren der Wikipedia nicht teilen, zu verleumden und zu denunzieren, ebensowenig. Mehrere andere bekannte Persönlichkeiten sind bereits Opfer dieser Praktik geworden. Wenn statt politischen Strömungen allerdings Menschen fertiggemacht werden sollen, ist der Übergang zum Cybermobbing, wie es in anderen sozialen Netzwerken stattfindet, fließend. Vor einigen Wochen berichtete etwa der FOCUS über dieses zunehmende Problem:

Sie sind bösartig und verbreiten sich rasend schnell im Netz: Falsche Anschuldigungen zerstören Beziehungen und Karrieren. Die Opfer können sich kaum wehren. (...) Laut Umfrage des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik wurden 12 Prozent aller Internet-Nutzer bereits Opfer übler Nachrede im Netz.

(...) Die Lügen und Schmähungen sind vielfältig. "Am häufigsten werden die Leute als Betrüger, Kinderschänder oder Ausschwitz-Leugner verunglimpft", erklärt Christian Scherg, der Opfer von Online-Denunziationen berät. (...) Gerade Arbeitgeber googeln ihre Job-Aspiranten. Der Suchmaschinen-Koloss Google spült dabei jede noch so alte Rufmordstory wieder an die Web-Oberfläche.

Zwar haben weder Google, Facebook noch das Internet das Gerücht erfunden – Klatsch gehört zu den menschlichen Grundbedürfnissen. Aber anders als in der analogen Welt kann der Verleumdete nicht persönlich bei missgünstigen Kollegen vorstellig werden, um Lügenmärchen zu parieren, oder bei einer Zeitung die Gegendarstellung einer Falschmeldung durchsetzen.


Der FOCUS-Artikel thematisierte vor allem Google als Transportmittel für derartigen Rufmord. Wie sich aktuell zeigt, ist die Wikipedia nicht weniger problematisch. Auch hier bleiben die Täter anonym, auch hier lassen sich keine Gegendarstellungen durchsetzen. Wer bei den verleumderischen Artikeln richtigstellend einzugreifen versuchte, wurde immer wieder flott auf Lebenszeit gesperrt. Gleichzeitig genießen die Täter offenbar Schutz von Administratoren der Online-Enzyklopädie. In einer Mail, die mir ein Beobachter dieser Vorgänge vor kurzem zusandte, berichtet er folgendes:

Wenn in Wikipedia die geltenden Regeln auch tatsächlich von den Admins durchgesetzt würden, wäre die Tatsache, dass drei Leute bestimmte Artikel dominieren, kein großes Problem. Man könnte sich dann gegen deren Vandalismus durch die Erstattung einer entsprechenden Meldung zur Wehr setzten. Faktisch ist es aber so, dass Meldungen in Bezug auf Vandalismus von SanFran Farmer und Konsorten nach den Erfahrungen der letzten Zeit grundsätzlich abschlägig beschieden werden.

(...) Nach meinen Beobachtungen der letzten Zeit ist es bei den Admins mittlerweile Mode geworden, bei Verstößen von bestimmten Benutzern (SanFran Farmer, Elian, Fiona Baine, Jos Fritz) grundsätzlich keine Sanktionen auszusprechen. Die vier haben speziell bei Artikeln mit Feminismusbezug praktisch Narrenfreiheit. Sie können dort tun und lassen was sie wollen.

(...) Der Weigerung von Admins, bei Verstößen gegen Wikipediaregeln Benutzer entsprechend zu sanktionieren, entspricht auch deren Praxis, auf Zuruf von SanFran Farmer, Elian und Fiona Baine sofort jeden neuen Benutzer zu sperren, der nicht deren feministisches Weltbild teilt. Das führt im Ergebnis dazu, dass andere Meinungen als die der drei genannten längerfristig nie in bestimmten Artikeln zur Geltung kommen können. Praktisch ist es so, wie es zu Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft war: Nachdem sie an die Macht gekommen waren, gab es in der Reichtagswahl im November 1933 nur noch eine nationalsozialistisch dominierte Einheitsliste. Alle anderen Parteien waren (ähnlich wie mittlerweile viele Benutzer bei Wikipedia) "gesperrt". Nun ist der Vergleich mit der NSDAP sicherlich starker Tobak. Dennoch habe ich den Vergleich nicht ohne Bedacht gewählt: Wer rigeros dafür sorgt, dass andere Auffassungen (die sogar den Wikipediaregeln entsprechend gut mit Sekundärliteratur belegt sind) in Artikeln generell nicht mehr zur Geltung kommen können, handelt nicht anders als es die nationalsozialistischen Machthaber zwischen 1933 und 1945 oder die stalinistischen Betonköpfe zur Zeit der UDSSR getan haben. Auch der Vergleich mit der UDSSR hat seinen Grund: Schließlich kommen in einem ihrer Nachfolgestaaten, nämlich Russland, seit längerer Zeit in den von Putin dominierten Medien auch nur noch regimtreue Inhalte vor. Insofern unterscheiden sich bestimmte Bereiche von Wikipedia nicht wirklich von Rundfunk und Fernsehen im derzeitigen Russland: Es gibt nur noch eine Meinung: entweder die des Feminismus bei Wikipedia oder die von Putin in Russland. Insofern ist die Gleichschaltung in beiden Fällen perfekt gelungen.


Wikipedia war ursprünglich nicht als Mittel gedacht, mit dem anonyme Menschen Leute verleumden können, die sie nicht mögen. Leider hat es solche Denunzianten mit politischen Motiven aber immer schon gegeben, und es wird sie auch immer geben. Wir kennen sie aus dem Nationalsozialismus, wir kennen sie aus dem Sozialismus der DDR und jetzt agieren sie im Dienste der feministischen Ideologie. Ihre Motive sind häufig dieselben: Ihnen ist zum Beispiel ihre Ideologie wichtiger als alles andere. Oft handeln sie auch aus narzisstischer Wut. Oder sie genießen einfach das Gefühl, auf diese Weise Macht über andere Menschen zu haben und ihnen schaden zu können.

Man muss sich hier vor Augen führen, dass die Manipulation von Wikipedia-Einträgen über politisch missliebige Personen und Strömungen seit Monaten erfolgen und die entsprechenden Einträge fast rund um die Uhr im Auge behalten werden, damit fast jedes Einfließen entgegengesetzter Ansichten augenblicklich revertiert wird. Diese fanatische Verbissenheit, mit der diese Hassattacken erfolgen, weist auf eine ausgeprägte Persönlichkeitsstörung hin, wie sie der bekannte Psychoanalytiker Hans-Joachim Maaz in seinem Buch Die narzisstische Gesellschaft beschreibt:

Manche leben ausschließlich davon, sich über andere Menschen aufzuregen, ihnen Schlechtes nachzusagen, sie zu beschimpfen und lächerlich zu machen. Dabei spielt mittlerweile auch das Internet eine unheilvolle Rolle. Mediale Distanz und Anonymität stellen offenbar eine große Verlockung dar, die eigene seelische Verletzung projektiv an andere weiterzugeben. Kein Mensch hätte Interesse, andere zu verfolgen und schlechtzumachen, wenn er nicht selbst auf narzisstischer Kränkungswut wie auf einem Pulverfass sitzen würde. (...) Wenn andere "schlecht" sind, ist man automatisch relativ "besser", das gehört zur notwendigen Regulation der Selbstwertes, ermöglicht aber gerade keine Befreiung.


Mit welchen Regeln man den Einfluss von Ideologen, die sich in der Wikipedia immer häufiger gegen tatsächliche Experten durchsetzen, eindämmen könnte, hat der Medienanwalt Markus Kompa hier dargelegt. Sie werden von den Verantwortlichen der Wikipedia allerdings nicht aufgegriffen. Stattdessen unterstützen die Wikimedia-Stiftung, die in Deutschland die Wikipedia betreut, sowie andere einflussreiche Wikipedianer das Cybermobbing durch Untätigkeit und Blaming-the-victim implizit, statt dagegen klar Stellung zu beziehen. Der Wikimedia-Vorstand, Pavel Richter, bezeichnete gegenüber der Berliner "taz" nicht das Cybermobbing durch die Wikipedia, sondern die Kritik daran als "erschreckend". Die Wikipedia-Projektmanagerin Nicole Ebber erklärte in einem Blog des politischen Lagers, aus dem heraus das Cybermobbing stattfindet, also dem feministischen: "Wir sind inhaltlich mit euch auf einer Linie und schätzen es sehr, dass ihr euch klar und deutlich einbringt. (...) Wollen wir mal einen Hangout machen oder ein Treffen?" (Vergleichbare Angebote gibt es an die Opfer des Cybermobbings nicht.) Das Wikimedia-Support-Team antwortet Menschen, die von Verleumdungen in der Wikipedia betroffen sind, man solle auf der Diskussionsseite des entsprechenden Eintrags mit den Tätern einen "Kompromiss" aushandeln, und erklärt sich ansonsten für nicht zuständig. Und in den Wiki-News erklärte eine Anonyma mit dem Nick "Die Sengerin", Kritik an Cybermobbing und politische Manipulation durch die Online-Enzyklopädie düfe nur von "verdienten Autor_innen" geäußert werden.

Juristisch gegen Verleumdungen in der Wikipedia vorzugehen, erscheint derzeit ebenfalls als aussichtslos. Rechtsexperten sprechen hier inzwischen von einer Wiki-Immunity, die auch nachweisbare Falschbehauptungen schützt:

Faktisch genießt eine nicht von den "Wikipedianern" selbst gelöschte/korrigierte Verleumdung in einem Eintrag im deutschsprachigen Teil der Wikipedia, obwohl sie von einem Deutschen gegen einen Deutschen gerichtet ist, damit die "Wiki-Immunity" – obwohl dieses der rechtlichen Wertung sowohl des US-amerikanischen, als auch des deutschen Rechts, eigentlich widerspricht.


Der Medienanwalt Markus Kompa knüpft an diese Darlegungen seines Kollegen an:

Wikimedia e.V., die sich in der Wikipedia an allen Ecken und Enden als Ansprechpartner darstellen lassen, mit dem Erfolg der Wikipedia brüsten und stellvertretend für diese Preise entgegennehmen, wollen sich nicht zu einer Verantwortung bekennen. (...) Journalisten werden etwa mit der "Begründung" trotz Akkreditierung bei Wikimedia-Veranstaltungen ausgesperrt, sie seien ja "in der Wikipedia gesperrt". Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Wortführer des Vereins mit mit denen der Community weitgehend identisch sind, alle wichtigen Schlüsselpositionen und Rechte von Wikimedia-Soldaten kontrolliert werden.

Das wäre ja nicht weiter tragisch, würden die Wikinger aus Selbstachtung und Reife die naturgemäß auftretenden Probleme mit Weitsicht, Augenmaß und Fairness lösen. Mag es da auch den ein oder anderen Lichtblick geben, so haben die Wikimedia-Herrschaften, mit denen ich bisher das Vergnügen hatte, wenig mehr Persönlichkeit erkennen lassen als trotzige Pubertierende mit Corpsgeist. Und da die Wikimedia durch die Spenden über bemerkenswerte finanzielle Möglichkeiten verfügt, Geld jedoch bekanntlich den Charakter verdirbt, halten die sich für unantastbar.

(...) Nach den Jahren des Aufbruchs haben die meisten Autoren der Wiki-Community längst den Rücken gekehrt. Die einstige Idee des kollektiven Wissens wird heute von einer überschaubaren Clique untereinander heftig zerstrittener, provinzieller Streithanseln dominiert, die ihre Intriganz allenfalls dann überwinden, wenn es gegen Leute von außen geht.


Die Gefahr einer "Wiki-Lynchjustiz" durch öffentliche Diffamierung, wenn der Angegriffene eine Minderheitenposition vertritt, sei sehr real, erklärte der Wikipedia-Experte Jaron Lanier dem SPIEGEL. "In der Wikipedia-Welt bestimmen jene die Wahrheit, die am stärksten besessen sind." Dahinter stecke der Narzissmus von Leuten, die "der Welt ihren Stempel aufdrücken wollen, (...) aber gleichzeitig zu feige sind, ihr Gesicht zu zeigen. (...) Die verstecken sich hinter falschen, erfundenen Identitäten. Wer unsichtbar ist, ist unangreifbar. Die Wahrheit hingegen bekommen Sie nur mit Verantwortlichkeit".

Auch aufgrund der aktuellen Ideologisierung der Wikipedia, die ich bis hierhin anhand der Darstellung meiner Person beispielhaft geschildert habe, haben viele altgediente Wikipedianer erklärt, sich aus der Online-Enzyklopädie zurückzuziehen, solange sie derart leicht als Plattform für Diffamierungen und Cybermobbing genutzt werden kann. Die Zahl der Menschen, die bei so einem Projekt mitarbeiten möchten, sinkt und sinkt ohnehin schon seit längerer Zeit. Das dürfte den Tätern allerdings herzlich egal sein: Der Erhalt einer vernünftigen Wikipedia ist das Letzte, worum es ihnen bei ihren Aktionen geht.

Ich werde auch nach solchen Diffamierungskampagnen, wie sie derzeit gegen mich stattfinden, kritische Artikel veröffentlichen, für die ich trotz derartiger Erfahrungen im Gegensatz zu den Manipulateuren mit meinem Namen stehen kann. Immerhin ist es mir gelungen, in den letzten Monaten auch eine breite Aufklärung über die geschilderten Praktiken anzustoßen. In Diskussionsbeiträgen, in denen auf der Grundlage der Wikipedia behauptet wird, dass die Männerbewegung politisch rechtsaußen stünde, kann man in Zukunft einen Link auf Blogbeiträge wie diesen legen und sich so langwierige Diskussionen sparen.

Sonntag, März 11, 2012

Postscriptum und Update

Über ein halbes Jahr später hat sich die Situation verändert.

Nachtrag vom 30. März: Neu an den Start gegangen ist dieser Tage auch die Website Cuncti, die die Geschlechterdebatte mit Informationen und Perspektiven beleben soll, die normalerweise ausgeblendet werden. Als Beispiele können vielleicht zwei meiner eigenen Artikel dienen: Massenvergewaltigung, Versklavung, Gendercide sowie Eckpfeiler einer linken Männerpolitik.